ab zum Mondgedicht
Erde im Jahre eins nach Liechtenstein



 
 
 
 

Aufnahme: HAL - automatische Erdüberwachung durch die Marsstation.Fürst Hans Adam
Donnerstag, 15. Dezember 3949, 03 h 23 m Marszeit

Zustand X plus 1 Erdjahr nachdem das Fürstentum Liechtenstein vorsorglich die atomare Selbstvernichtung ausgelöst hat. Noch glutige Reste der Erde haben sich zu einem neuen Planeten zusammengeballt. Ein Juwel, eigentümlich kenntlich im Sonnensystem durch die sogenannte Liechtenstein-Ausbuchtung oben im Nordwesten. Ein bissel Wasserdampf ist wohl langsam am kondensieren, wenn man den kleinen blauen Flecken trauen darf. Aber den alten blauen Planeten vergessen wir besser.

Dagegen der Mond! Der Mond scheint in einem wunderbaren milchig-silbernen Licht, das der alte Erdmond nur in höchst seltenen Momenten erreichte. Wo sind die vielen Raumstationen und das ganze Zeugs eigentlich abgeblieben? Wir wissen es nicht. Wir erkennen rechts außen auf dem Bild der Marsstation nur einen virtuellen warmen Händeabdruck von Fürst Hans Adam als letzten Gruß aus dem Internet - vermutlich in der Absicht der Beweismittelunterdrückung. Ganz offenbar zieht er bereits die offizielle Beschriftung des Raumbildes zu sich heran. Lesen Sie schneller! Machen Sie sich Kopien, bevor alle Beweise wieder einmal in der Geschichte der Desaster vernichtet werden können!

(aus: Episode IV. Das Donnerstags-Desaster. Wir schreiben das Jahr 3949)



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